21.06.2010  Live Entertainment  Wirtschaft

DEAG Classics übernimmt Raymond Gubbay Ltd.

 

Berlin - Die Raymond Gubbay Ltd. (RGL) ist nun zu 100 Prozent in der Hand der DEAG Classics AG: Wie die Klassiktochter der Deutschen Entertainment AG und von Sony Music Classical heute bekannt gab, hat sie ihre Beteiligung von bisher 75,1 Prozent entsprechend erhöht. Erworben hat sie die Anteile des Unternehmensgründers und Vorstandsvorsitzenden Raymond Gubbay, der RGL 1966 gründete, sowie des Geschäftsführers Anthony Findlay. Über den Kaufpreis, der, so DEAG Classics in bar geleistet werde, wurde Stillschweigen vereinbart. Gleichzeitig haben die beiden Manager ihre Verträge mit dem Unternehmen langfristig verlängert – Gubbay bis 2014 und Findlay bis 2018.

Seit Einstieg der DEAG im April 2008 habe sich RGL als "wichtige strategische und ökonomische Säule" im Konzern erwiesen. Auch im Geschäftsjahr 2009 seien mit 60 ausverkauften Veranstaltungen in der Royal Albert Hall "signifikante Umsatz- und Ergebnisbeiträge" erwirtschaftet worden. Dass sich diese Entwicklung dieses Jahr und darüber hinaus fortsetzen werde, zeichne sich trotz "herausfordernder Bedingungen" für die Jahre 2010 und 2011 ab. Aktuell erfolgreiche sowie in der Entwicklung befindliche neue Formate sollen dazu beitragen. Durch die Aufstockung reduzieren sich Anteile Dritter, so dass das Ergebnis je DEAG-Aktie steigen wird.

Der Erwerb der RGL stelle einen "weiteren bedeutenden Schritt in der internationalen Expansionsstrategie der DEAG im Klassikbereich" dar, erklärt das Unternehmen mit seinem Gründer und CEO Peter Schwenkow. Vorher hatte es unter anderem mit The Classical Company Ende 2009 eine eigene Schweiz-Tochter, in Kooperation mit dem Ringier Verlag, gegründet. Mit dem Mitgesellschafter Sony Music Classical will man 2010 weitere internationale Regionen im Klassikbereich via Konzerte und Tourneen mit Top-Künstlern erschließen. Namentlich sind dies unter anderem Jessye Norman, die Berliner Philharmoniker, Montserrat Caballé, David Garrett, Elina Garanca, Katherine Jenkins, Nigel Kennedy, Lang Lang, Kent Nagano und die Wiener Sängerknaben.

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