13.03.2015  Recorded Music  Szene

Crowdfunding: Amanda Palmer bittet Fans um Grundeinkommen

 

New York – Amanda Palmer nutzt die Möglichkeiten des Crowdfundings so intensiv wie kaum ein anderer Künstler. Zukünftig will sie ihre Musik gratis im Internet anbieten und fordert dafür eine Art Grundeinkommen, welches ihre Fans ihr per Crowdfunding zusichern sollen – Tausende zahlen freiwillig.

Amanda Palmer, Solokünstlerin und Sängerin der Dresden Dolls, ist bekannt dafür, sich ihrem Publikum grenzenlos hinzugeben. Sie lässt sich mit Edding bemalen und übernachtet regelmäßig bei Fans. Nun bittet sie ihre Hörerschaft auf der Plattform Patreon.com um Unterstützung. Immer wenn die Sängerin neue Musik, Videos oder Texte veröffentlicht, soll sie Geld bekommen. Dafür will Amada Palmer „so ziemlich alle künstlerischen Inhalte“ gratis ins Netz stellen, wie sie im Blog erklärt. Die Web-Mäzene sollen dafür exklusive Inhalte erhalten, einige sogar persönlichen Kontakt. Über 3500 Förderer haben ihr auf der Plattform bereits mehr als 27.000 US-Dollar zugesagt.

Bei dieser Art von Förderung geht es nicht um die Finanzierung eines neuen Albums, wie es beispielsweise bei ihren Plegde- oder Kickstarter-Kampagnen der Fall war, sondern um ein generelles Einkommen. Die Künstlerin möchte von ihren Fans eine finanzielle Grundsicherung, um verschiedenste Projekte umzusetzen, unter anderem will sie eine Sammlung von deutschen und französischen Liedern erstellen, einen Podcast starten, Videos drehen, ein Album mit ihrem Vater aufnehmen und Ähnliches.

Spätestens seit 2008, als Amanda Palmer ihrem Label den Rücken zukehrte, sucht sie nach neuen Wegen, ihre Kunst zu finanzieren. Auf Patreon startet sie nun „ein riesiges Experiment“: „Ihr bezahlt mich, damit ich lebe und arbeite,“ wie Palmer es selbst beschreibt. Über die neuen Wege, sich von Fans unterstützen zu lassen, hat die 38-jährige New Yorkerin sogar ein Buch geschrieben: „The Art of Asking“. Amanda Palmers Grundsatz, „Ich zwinge die Leute nicht, für Musik zu bezahlen, ich bitte sie darum – und dadurch schaffe ich eine Verbindung,“ scheint aufzugehen. Mit ihrer Kickstarter-Kampagne für ihr letztes Album hat Palmer allein innerhalb der ersten zwei Tage 368.000 Dollar von ihren Fans sichern können.

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