19.09.2011  Recorded Music  Digital+Mobil

Besitz vs. Streaming: Konsumenten bevorzugen eigene Musiksammlung

 

London - Konsumenten ziehen weiterhin ihre eigene Musiksammlung einem umfangreichen Streaming-Angebot vor. Im Rahmen einer Studie der Insight Research Group im Auftrag von eMusic gaben 92 Prozent der Befragten an, Musik lieber im herkömmlichen Sinne zu besitzen als Musik-Angebote wie Streaming zu nutzen.

Als wichtigsten Grund für diese Entscheidung gaben die Befragten der Studie am häufigsten die unbegrenzte Nutzung ihrer Musik und den garantierten Zugriff auf ihre Sammlung an. Untersucht wurde das Musiknutzungsverhalten von Konsumenten im Alter zwischen 18 und 64 Jahren.

Dabei wurde zwischen einzelnen Nutzergruppen unterschieden. Fans, denen ein sehr starkes Interesse an Musik attestiert wurde und die damit eher dem Independent-Bereich zugerechnet wurden, wurden beispielsweise gesondert betrachtet. Grundsätzlich bestand zwischen den einzelnen Gruppen jedoch Einverständnis über die Frage Besitz versus Streaming. Nicht-Independent-Fans sind laut den Ergebnissen der Studie sogar noch mehr am tatsächlichen Besitz ihrer Sammlung interessiert als ihre vermeintlich als konservativer geltenden Nachbarn im Indie-Sektor. 91 Prozent der generellen Musiknutzer gaben dem Besitz ihrer Musiksammlung vor Streaming den Vorzug, 86 Prozent sprachen von der Sicherheit des Zugriffs auf ihre Musiktitel als primärem Grund.

Die Studie der Insight Research Group hat außerdem ergeben, das Konsumenten nur in geringem Maße bereit sind, für Streaming-Angebote Geld auszugeben. Dreiviertel der Befragten gaben an, Streaming-Angebote bevorzugt wegen ihrer Pre-Listening-Funktion zu nutzen.

Anders als die allgemeine Gruppe der Musikhörer gibt es laut der Studie bei den im Rahmen der Studie auch als "hartgesotten" bezeichneten Fans des Independent-Lagers eine größere Anzahl von Konsumenten, die auf Streaming-Angebote zurückgreifen. 20 Prozent dieser Fans zahlen für Streaming, bei den anderen sind es lediglich 13 Prozent. Allerdings kaufen sich gleichzeitig 88 Prozent der Independent-Streaming-Nutzer und 84 Prozent der anderen Gruppe ihre Musik selbst, anstatt sie ausschließlich online anzuhören.

Trotz der generellen Nicht-Bereitschaft für Streaming-Angebote zu zahlen und dafür die Vergrößerung ihrer Musiksammlung aufzugeben, sprechen sich in beiden Gruppen 14 beziehungweise 15 Prozent dafür aus, in Zukunft für einen Streaming-Zugang zahlen zu wollen. 40 Prozent gaben zudem an, sich für Cloud-Dienste zu interessieren.

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