23.08.2012
Wirtschaft
Gütersloh - Bertelsmann plant angeblich die Komplettübernahme von Gruner + Jahr. Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Rabe sei derzeit in Gesprächen mit der Familie Jahr um ihre Anteile an Gruner + Jahr.
So berichtet das "manager magazin", dass Bertelsmann vorhabe, die 25,1 Prozent von Gruner + Jahr gegen einen Anteil an Bertelsmann zu tauschen. Daraus erhoffe sich Bertelsmann "sowohl höhere Einsparmöglichkeiten als auch eine bessere Kontrolle in dem immer schwierigeren Printmediengeschäft", schreibt das "manager magazin".
Weiter heißt es, die Familie Jahr fordere mindestens fünf Prozent Anteil an Bertelsmann. Zwar ist der der Familie Jahr zugehörige Teil von Gruner + Jahr laut der BHF-Bank nur knapp vier Prozent wert, allerdings könne die Familie Jahr im Gegenzug auf verschiedene Sonderrechte wie die Garantiedividende verzichten. Die Verhandlungen zwischen der Familie Jahr und Bertelsmann um die 25,1 Prozent an Gruner + Jahr sollen bis Ende Oktober abgeschlossen werden, so das "manager magazin".
Daneben plane Bertelsmann, die Kapitalkraft des Konzerns durch die Aufnahme von Partnern in diversen Sparten zu stärken, beispielsweise eine Zusammenlegung von Penguin Books oder Harper Collins mit der größten englischsprachigen Buchverlagsgruppe der Welt, Random House. Der Finanzierungsspielraums von Bertelsmann – Europas größten Medienkonzern – solle ebenfalls gelockert werden. Derzeit, so das "manager magazin" betrage die Verschuldung das Zweieinhalbfache des EBITDA und könnte auf drei bis 3,5 erhöht werden.