01.10.2010  Live Entertainment  Szene

Berliner Wahlkampf 2011 ohne Peter Schwenkow

 

Berlin – Die politische Karriere von Konzertveranstalter Peter Schwenkow neigt sich offenbar dem Ende zu. Ein Machtkampf im CDU-Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf hat dazu geführt, dass der 56-jährige Unternehmer im nächsten Jahr nicht erneut für einen Sitz im Berliner Abgeordnetenhaus kandidieren wird. 2006 war Schwenkow über einen Listenplatz in das Parlament eingezogen, nachdem er zuvor in seinem Wahlkreis nur knapp Klaus Wowereit (SPD) unterlegen war. Nur 350 Stimmen trennten ihn damals von dem Regierenden Bürgermeister der Stadt Berlin.

"Trotz der Bitten vieler Parteifreunde habe ich mich nach sorgfältiger Prüfung entschieden, auf dem Kreisparteitag für einen Listenplatz und als Spitzenkandidat für Grunewald-Halensee nicht zu kandidieren", schreibt Peter Schwenkow in einer Erklärung. Zuvor hatte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Entertainment AG mehrere innerparteiliche Niederlagen hinnehmen müssen: Der Ortsverband Grunewald-Halensee nominierte für den Wahlkreis an seiner Stelle den Rechtsanwalt Claudio Jupe. Der Kreisverband verweigerte ihm einen sicheren Platz für die Bezirksliste. Als letzte Möglichkeit wäre Schwenkow auf dem heutigen Kreisparteitag nur noch eine Kampfkandidatur gegen Jupe geblieben.

Über dieses Vorhaben kam es dann am Mittwoch in einer Sitzung des CDU-Kreisverbands zum Eklat. Der Kreisvorsitzende Andreas Statzkowski soll Schwenkows beabsichtigte Kampfkandidatur heftig kritisiert haben. Angeblich sind Worte wie "parteischädigend" und "widerlich" gefallen. Peter Schwenkow sprach anschließend seinerseits von "Kungelrunden in Charlottenburg-Wilmersdorf" und gab seine Ambitionen auf ein erneutes Abgeordnetenmandat auf. "Ich will und werde weiter für meine politischen Überzeugungen in einer erneuerten Berliner CDU werben und kämpfen", teilt er in seiner schriftlichen Erklärung mit. Allerdings will er sich dafür einen neuen Kreisverband suchen.

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