06.02.2012
Digital+Mobil
Berlin - Die von Hans-Joachim Otto, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, auf der MIDEM angekündigte Vergleichsstudie über Modelle von EU-Mitgliedstaaten zur Versendung von Warnhinweisen bei Urheberrechtsverletzungen im Internet liegt nun vor.
Erstellt wurde die Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums von der Forschungsstelle für Medienrecht an der Fachhochschule Köln. Darin wird eine Übersicht über die innerhalb der Europäischen Union diskutierten Warnhinweismodelle gegeben und ein so genanntes "vorgerichtliches Warnhinweismodell" untersucht, nach dem bei wiederholter Urheberrechtsverletzung dem Rechteinhaber Auskunft über den Anschlussinhaber erteilt werden kann, heißt in einer Pressemitteilung des Ministeriums. Die in der Mitteilung vorgestellten fünf Ergebnisse bringen keine neuen Erkenntnisse, untermauern aber bereites bestehende:
Die Studie bilde eine wertvolle Grundlage für weitere Diskussionen über die Internetpiraterie-Bekämpfung, so Otto. „Wir werden auf Basis der mit dieser Studie gewonnenen Erkenntnisse den Dialog mit den Beteiligten aufnehmen und wollen noch im ersten Halbjahr 2012 zu einer Entscheidung kommen!“ Am 15. März 2012 wird dafür das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Ergebnisse in dem von ihm initiierten "Wirtschaftsdialog zur Bekämpfung der Internetpiraterie" mit Rechteinhabern und Online-Diensteanbietern diskutieren.
Hier geht es zur Vergleichsstudie über Modelle zur Versendung von Warnhinweisen durch Internet-Zugangsanbieter an Nutzer bei Urheberrechtsverletzungen: zur Langfassung oder Kurzfassung.