08.01.2016  Recorded Music  Szene

BBC Sound Of 2016: Jack Garratt setzt sich durch | mit Videos

 

London - Jack Garratt setzt sich in der Newcomer-Prognose BBC Sound Of 2016 durch. Die Top 5 der Hotlist werden von R'n'B-Musikern aus dem Hause Universal Music dominiert.

  • Jack Garratt bei BBC "Sound Of 2016" vorne
  • Alessia Cara und Nao auf Rang zwei und drei
  • Top 5 im Überblick

Weathered von Jack Garratt auf tape.tv.



Warmer Soul-Gesang, dazu hypnotische, zart-zerstückelte Elektro-Beats: Mit seinen gefühlvollen Elektro-Soul-Hybriden wird sich Jack Garratt 2016 in einige Musikfan-Herzen schmusen.

Der junge Brite gilt als heißester Newcomer der Pop-Insel. Vor kurzem wurde er zum Gewinner des Critics' Choice Awards, dem Newcomer-Preis der Brit Awards, gekürt. Nun führt der Beat-Bastler auch die renommierte Newcomer-Prognose der BBC an. So thront Jack Garratt auf Platz eins der "Sound of 2016"-Hotlist.

Erstmals ließ der Produzent und Multi-Instrumentalist 2014 die BBC mit seinem Track "Worry aufhorchen. Das moderne R'n'B-Stück erinnert an die frühen Songs von Justin Timberlake und Timbaland. Mittlerweile wurde "Worry" allein bei Spotify über zwölf Millionen Mal gestreamt.

Nach den beiden EPs "Remnants" (2014) und "Synestesiac" (2015) erscheint am 19. Februar Jack Garratts Debütalbum "Phase" über Universal Music. Bei den Aufnahmen wurde der 24-Jährige von Produzenten-Legende Rick Rubin (Adele, Red Hot Chili Peppers, Beastie Boys) unterstützt. Die Zeichen auf Erfolg stehen also gut.



BBC Sound Of 2016: Plätze zwei bis fünf

  • Ebenfalls gute Chancen auf den Durchbruch 2016 hat Alessia Cara. Die kanadische R'n'B-Sängerin landet auf Platz zwei der BBC-"Sound Of 2016"-Liste. Die 19-Jährige verdankt ihren Labeldeal bei Def Jam Records einer Cover-Version des Songs "Sweater Weather" von The Neighbourhood, die sie auf YouTube postete. Ihre erste Single "Here" wurde bei Spotify bereits knapp 120 Millionen Mal gestreamt. Zu ihren prominenten Fans gehören Lorde und Taylor Swift. "Know-It-All", das Debütalbum von Alessia Cara, erscheint am 18. März.
  • Auch auf Platz drei der BBC-Hotlist landet eine R'n'B-Nachwuchskünstlerin. Nao überzeugt mit einer starken Soul-Stimme, die sie ähnlich wie das britische Duo AlunaGeorge und Kelela mit kühlen Beats unterelegt. Die 26-jährige Londonerin und studierte Jazzsängerin stellte ihre Songs ab 2014 via Soundcloud online und wurde schließlich von Radiomachern und Bloggern entdeckt. Für den Release ihrer "So Good"-EP lancierte sie 2015 ihr eigenes Label Little Tokyo.
  • Auf dem vierten Platz landen die Blossoms. Die fünfköpfige Indie-Pop-Band aus der Nähe von Manchester macht melodiösen Indie-Pop mit 60s-Einflüssen. Gitarrenriffs à la Arctic Monkeys und Oasis, dazu poppige Refrains, die an die Beatles und ABBA erinnern. Die Blossoms stehen zu ihrem Faible für eingängige Melodien, Pop ist ihnen im Gegensatz zu anderen Indie-Rockern nicht peinlich: "Wir wollen gar nicht davon ablenken, dass unsere Musik so mitreißend wie möglich sein soll. Unser Ziel ist es, dass sich die Leute umarmen, mitsingen und zum Sound tanzen können." Die Band hat 2015 mit "Blown Rose" und "Charlemagne" bislang zwei EPs veröffentlicht.
  • Platz fünf der BBC Sound Of 2016 Hotliste geht zum einen an Mura Masa. Der Künstlername bezieht sich auf den japanischen Schwertschmiedemeister Muramasa Sengo. Eigentlich heißt der 19-jährige Londoner Alex Crossan. Nach ersten Erfahrungen in Rockbands, entdeckte der Sänger durch James Blake, Hudson Mohawke und SBTRKT seine Leidenschaft für elektronische Musik. 2014 lud er erste Songs bei Soundcloud hoch. Für seinen Track "Firefly" arbeitete er Anfang 2015 mit Nao zusammen, der Drittplatzierten der BBC-Hotlist. Zu Mura Masas Fans zählen u.a. die beiden Produzenten Skrillex und Diplo sowie Superstar Justin Bieber.
  • Mura Masa teilt sich den fünften Platz mit dem Londoner R'n'B-Kollektiv WSTRN. Das Trio veröffentlichte seinen ersten Track "In2" über YouTube und knackte damit die Urban UK Charts des Musikerkennungsdienstes Shazam, Radio-Airplay folgte. Inzwischen sind WSTRN beim Warner-Label Atlantic Records gesignt. Musikalisch fühlt sich die Band dem R'n'B ebenso verbunden wie Reggae, Hip-Hop und Pop.

Charlemagne von Blossoms auf tape.tv.



R'n'B gefragt

Die "Sound Of 2016"-Longlist mit den 15 vielversprechendsten Jungtalenten wurde am 30. November veröffentlicht. Zwischen dem 4. und 8. Januar wurden die fünf Gewinner der Shortlist im Rahmen eines Countdowns auf BBC Radio bekannt gegeben. Insgesamt sind sechs Acts der BBC-Prognose "Sound Of 2016" bei Universal Music unter Vertrag. Dazu gehören neben Jack Garratt auch Frances, Mura Masa, Blossoms, Mabel und Alessia Cara.

Musikalisch dominiert das Genre R'n'B. Neben den Gewinnern Jack Garratt, Alessia Cara, Nao, Mura Masa und WSTRN setzt beispielsweise auch Mabel auf eine Kombination aus Soul und Elektro. Die 19-Jährige ist die Tochter von Neneh Cherry und Produzent Cameron McVey (u.a. Massive Attack).

Izzy Bizu erinnert mit ihrem souligen House-Nummern an Jess Glynne. Der britische Hit-Macher Naughty Boy ist Fan, außerdem war sie bereits mit Sam Smith auf Tour.

Rapper Loyle Carner erinnert mit seinen entspannten, jazzigen Beats an Kendrick Lamar, während Singer/Songwriterin Frances mit zarten, elektronisch angehauchten Pop-Songs begeistert. Zerbrechlich kommen auch die Folk-Songs von Billie Marten daher – Ed Sheeran liegt ihr bereits zu Füßen.

BBC Sound Of 2016 – Longlist:

  • Jack Garratt
  • Alessia Cara
  • Nao
  • Blossoms
  • Mura Masa
  • WSTRN
  • Billie Marten
  • Dua Lipa
  • Frances
  • Izzy Bizu
  • J Hus
  • Loyle Carner
  • Mabel
  • Rat Boy
  • Section Boyz

Here von Alessia Cara auf tape.tv.



Hintergrund: BBC Sound Of 2016

Das BBC-Newcomer-Barometer gilt neben dem Critics' Choice Award der Brit Awards als zuverlässiger Gradmesser der Branche. Die "Sound Of"-Hotlist der BBC startete 2003. Zu den bisherigen Gewinnern zählen u.a. heutige Stars wie Adele, Ellie Goulding und Sam Smith. Die Nominierten werden jeweils von britischen Branchenkennern vorgeschlagen.

Die Jury-Mitglieder nennen jeweils ihre drei Favoriten der ihrer Meinung nach vielversprechendsten Acts des bevorstehenden Jahres. Aus den "besten" 15 werden die Top 5 gewählt.

Dieses Jahr gaben 144 Experten ihre Stimme ab. Zur Jury gehören Radio- und TV-Macher, Musikjournalisten und Blogger sowie Booker, Festival-Veranstalter und Mitarbeiter von Streaming-Diensten wie Spotify und YouTube.

Auf der "Sound of 2015"-Liste tauchten Newcomer wie Soul-Sänger Kwabs, Singer/Songwriter James Bay, US-Künstler Raury und Shamir auf. Auf Platz eins landete die Band Years & Years. 2014 machte Sam Smith das Rennen. Auf Platz zwei landete damals Ella Eyre, gefolgt von Banks, Sampha und George Ezra.

0 Leser fanden diesen Beitrag lesenswert

0 Leser fanden diesen Beitrag weniger lesenswert

Vielen Dank für Ihre Meinung.

Sie haben schon an der Berwertung teilgenommen.

Sie haben ihre Meinung geändert.


 
 
 

Weitere News