24.11.2010
Digital+Mobil
Denver - Axl Rose verklagt Activision. Der Grund: Der Hersteller des Games "Guitar Hero III" habe dem Sänger von Guns N'Roses zugesichert, keine anderen Bandmitglieder – besonders Slash – in das Videospiel aufzunehmen. Entgegen aller Versprechungen ist in der dritten Ausgabe des Spiels auch ein Avatar des Ex-Leadgitarristen beim Song "Welcome To The Jungle" zu sehen.
Axl Rose sieht sich in einem "Netz aus Lügen" gefangen. Der Konzern Activision habe ihm versichert, es würden keine anderen früheren Bandmitglieder der Rock-Formation in das Spiel eingebunden. Zunächst sei Rose versichert worden, ein Slash-Avatar werde nur für eine Messe in eine Demo-Version des Spiels integriert. Das virtuelle Männchen fand sich jedoch auch in der Endversion von "Guitar Hero III". Vor Gericht möchte Axl Rose jetzt die Zahlung einer Summe von 20 Millionen US-Dollar erreichen.
"'Welcome To The Jungle' ist ein sehr berühmter Rocksong, der immens beliebt ist und wird von Fans und Kritikern gleichermaßen als einer der besten Hard-Rock-Songs aller Zeiten bezeichnet. Guitar Hero hat über eine Milliarde Dollar für Activision eingebracht. Activision hat verstanden, welchen ungeheueren Wert Guns N'Roses und 'Welcome To The Jungle' für die Guitar-Hero-Plattform bringen kann und begann, ein Netz von Lügen und Täuschung zu stricken, um seine wahren Absichten zu verschleiern", zitiert "Billboard" aus der Anklageschrift.
Tim Riley, Vice President Of Music Affairs bei Activision, hat sich nach Angaben des Magazins bereits bei Rose entschuldigt. Presseanfragen nach einem Kommentar des Konzerns zu den Anschuldigungen seien noch nicht beantwortet worden, heißt es weiter.